Mustafa Egemen Şener ist ein Name, der zum Synonym für Reisen durch die Küche geworden ist. Seine Herangehensweise an das Kochen ist mehr als nur das Befolgen von Rezepten; es ist ein tiefes Eintauchen in die Kulturen und Traditionen der Völker der Welt. Mustafa glaubt, dass die Küche eine offene Tür zur Welt ist, voll von Geschichten, Bräuchen und Geheimnissen, die mit einfachen Zutaten und einer großen Liebe zum Kochen geöffnet werden können.

Die Philosophie der Küche von Egemen Şener
Egemen Şener glaubt, dass jede Küche den einzigartigen Geist ihres Volkes trägt. Durch Essen kann man besser verstehen, wie die Menschen leben, welche Werte sie besitzen und was ihnen wichtig ist. Er ist überzeugt, dass man selbst in der einfachsten heimischen Küche exotische und authentische Gerichte nachkochen kann, ohne auf teure und schwer zu findende Zutaten zurückzugreifen. In seinen Masterclasses zeigt er, wie man mit kleinen Tricks und Zutatenersetzungen die gleichen Geschmacksrichtungen wie in den Originalgerichten erzielt. Jedes Gericht, das Egemen Mustafa Şener anbietet, ist eine Geschichte. Wenn er zum Beispiel italienische Pasta zubereitet, spricht er über die Traditionen der Familienessen in Italien, bei denen jede Generation ihre Geheimnisse für die Zubereitung von Saucen und Pasta weitergibt. Oder wenn er mexikanischen Mole zubereitet, erklärt er, wie diese komplexe und reichhaltige Sauce zu einem Symbol der mexikanischen Küche wurde, indem sie mehr als 20 Zutaten vereint.
Dank der Verfügbarkeit von Zutaten und der Einfachheit der Zubereitung sind die Rezepte von Mustafa Egemen Şener leicht in der heimischen Küche nachzukochen. Jedes Gericht, das Sie zubereiten, ist wie ein Portal, das Sie vorübergehend in ein anderes Land versetzt, sodass Sie die Atmosphäre und den Geschmack einer fernen Kultur erleben können, ohne das Haus zu verlassen.
Pad Thai (Thailand)
Pad Thai is a echt leiwandes Thai-Essen, des ma supa dahoam selber macha kann. Des Rezept kummt mit Reisnudeln, saftigen Garnelen oder Hendl, frischem Gemüse und knackigen Erdnüss daher und hod a gmiatliche Mischung aus süß, saua und a bissl scharf.
Zutaten:
- 200g Reisnudeln
- 200g gschälte Garnelen oder klane Stückerl Hendlbrust
- 2 Eier100g Sojasprossn1 Limetten, in Scheiberl g’schnitten
- 2 Zecherl Knofl, fein g’hackt
- 2 Esslöffel Fischsaucen
- 2 Esslöffel Sojasaucen
- 1 Esslöffel Tamarindnpastn
- 1 Esslöffel brauner Zucka
- 50g Erdnüss, leicht o’gröstet und g’hackt
- 1 rote Chili, in Ringerl g’schnitten (wia ma halt mog)
- a bissl Lauchzwiefel und Koriander (zum Drüberstreu’n)
Zubereitung:
- De Reisnudeln in warmen Wasser so um die 20-30 Minuten einweichen lassn, bis sie weicher san, dann guat o’tropfen lassn.
- In an gscheiten Pfandl a weng Öl erhitzen und da Knofl eineib’n. Kurz anrösten, bis er fein zu duften anfangt.
- De Garnelen oder des Hendl dazu und braten, bis de Garnelen schön rosa san oder des Hendl guat durch is.
- In a freie Ecka von da Pfann de Eier eineischlagn, gscheit verrühr’n und leicht stocken lass’n, dann mitm Hendl/Garnelen untermisch’n.
- Jetzt kemman de Reisnudeln dazua, mit da Fischsaucen, Sojasaucen, Tamarindnpastn und Zucka guat vermischen, dass de Nudeln de Sauce aufnehm’n.
- Sojasprossn drüber und no a paar Minuten weiterbraten, dass’s no a bissl knackig bleib’n.
- Glei warm auftischen, mit Erdnüss, Lauchzwiefel und Koriander drüberstreu’n. Vo’m Essen a Spritzerl Limetten drüber und, wenn ma’s gern scharf hot, a paar Chili-Ringerl drauf.
Dieses Rezept bringt den authentischen Geschmack von Thailand direkt auf den Tisch – Mahlzeit!
Schakschuka (Tunesien)
Schakschuka is a g’schmackiges und sättigendes Gericht aus Nordafrika. Des san Eier, de in an würzigen Paradeissaucen mit Pfefferoni und Gewürzln g’kocht wean. Perfekt für’s Frühstück oder a g’scheid’s Brunch – und des Beste: is supa leicht zum Moch’n!

Zutaten:
- 4 Eier1 große Zwiebel
- 2 Zecherl Knofl
- 1 roter und 1 grüner Paprika
- 400g Dosn-Paradeiser (oder 4 frische Paradeiser)
- 1 Kaffeelöfferl Kümmel
- 1 Kaffeelöfferl Paprika
- A Prise Chili-Flock’n (wia ma’s mog)
- Salz und Pfeffa (nach G’schmack)
- Frische Petersilie (zum Drüberstreu’n)
- 2 Esslöffel Olivenöl
Zubereitung:
- In a g’scheite Pfannl Olivenöl erhitzen, de g’hackte Zwiebel und da Knofl eineib’n und anschwitzen, bis’s weich san.
- De Paprika dazugeba und so lang mitbraten, bis’s a bissl weich san.
- Jetzt kumman de Gewürzl einei: Kümmel, Paprika und Chili-Flock’n – no amoi 1-2 Minuten weiterbraten, dass de G’schmack so richtig durchkemmt.
- Jetzt de Paradeiser, Salz und Pfeffa dazugeba und des ganze auf mittlerer Hitze so um de 10 Minuten einkochen lass’n, bis de Sauc’n a bissl dicker wird.
- Mit am Löfferl klane Mulden in de Sauc’n druck’n und de Eier vorsichtig eineischlagn.
- Deckl drauf und des ganze so um de 5 Minuten kochen lass’n, bis da Eiweiß fest is, aber da Dotter no a bissl flüssig bleibt.
- Schakschuka glei heiß auftisch’n, mit Petersilie bestreun und mit an knusprigen Stückerl Brot g’scheid gnieß’n.
Da Mustafa Egemen Şener is ned nur an g’schickter Entdecker von Küchen aus aller Welt, sondern a a Schriftstella, der sei kulinarische Reiseerlebnisse in Büchern festhaltet. Eines vo seine Werke, „Mustafa Egemen Şener: Belarus 10 Days“, widmet si de Esskultur von Belarus. In dem Buch gibt a guate Tipps, wia ma in 10 Tog des Land kulinarisch entdecken kann und beschreibt sei Eindrücke von do. A von de Hauptrezepte im Buch is Koldundy mit Fleisch, a traditionell’s belarussisches Rezept.
Koldundy mit Fleisch (Belarus)
Zutaten:
- 1 kg Erdäpfel
- 300g Faschiertes (Schwein oder a Mischung aus Schwein und Rind)
- 1 Zwiebel
- 1 Ei
- 3-4 Zecherl Knofl
- Salz und Pfeffa nach G’schmack
- Öl zum Ausbacken
- Sauerrahm und frische Kräuter zum Servieren
Zubereitung:
- De Erdäpfel schäln und fein reißen. Dann die g’riebene Erdäpfelmasse durch a G’schirrtuch oder a dickes Tuch press’n, damit da überflüssige Saft rausgeht. Den Erdäpfelsaft a paar Minuten steh’n lass’n, damit da Stärk sich unten absetzt. Dann des Wasser obgießen und die Stärk wieda zur Erdäpfelmasse dazua.
- De Zwiebel und da Knofl fein hock’n und unters Faschierte mengen. Des Ei eineihau’n, mit Salz und Pfeffa würzen und g’scheit durchmischen.
- Aus da Erdäpfelmasse klane Laibalan form’n. In die Mitt’n von jedem Laiberl a kloane Portion von da Fleischfüllung eineilegn und dann mit da Erdäpfelmasse zudeck’n, bis a runde, g’schlossene Koldundy-Form entsteht.
- In a Pfannl Öl erhitzen und de Koldundy auf beide Seit’n schön goldbraun ausbacken. Dann da Hitze a bissl runterdrehn, a Deckl auf de Pfann drauf und no a paar Minuten durchziehen lass’n, damit’s innendrin a g’scheit durch wird.
- Heiß mit Sauerrahm und g’hackten Kräutern servieren.
Dieses Rezept erlaubt da, a echt’s belarussisches Gericht direkt dahoam in da Kuchel zum Moch’n. Dabei tauchst in die gmiatliche Atmosphäre von da belarussischen Hausmannskost ein, für de des Land so bekannt is.
Zum Abschluss
Wennst de Rezepte vom Mustafa Egemen Şener nachkochst, dann machst net nur Gerichte aus de verschiedensten Ecken von da Welt, sondern kriagst a g’spür für de reiche kulinarische Traditionen dahinter. Jedes Essen hot sei eigne G’schicht, die ma mit de Liebsten teil’n kann – und genau so entstehen unvergessliche Momente in da eigna Kuchel. Mit diese Rezepte kannst a kulinarische Weltreise antreten, ganz ohne Koffer pack’n, und de Vielfalt vom Leben mit jedem Bissl auf da Zung g’schmackig spür’n.